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Nordkapp 2015

Unsere Route


Von Wismar bis zur finnisches Grenze

Endlich unterwegs: Tag 1 – Wismar nach Malmö: Heute ging es nun endlich los. Nachdem der gesamte Hausstand in das Wohnmobil geräumt wurde, haben wir uns heute früh trotz Sommersturms todesmutig auf den Weg zur Fähre Puttgarden – Rodby gemacht. Die Fährfahrt war recht schaukelig, aber alle drei haben es bestens überstanden. Auf das offensichtlich typisch dänische Frühstück Pommer mit Schnitzel haben wir schweren Herzens verzichtet. Dänemark haben wir dann schnellstmöglich hinter uns gelassen und sitzen nun im Yachthafen von Malmö und genießen den Sonnenuntergang mit Blick auf die Öresundbrücke.

 

Tag 2 – Malmö nach Gränna: Heute fuhren wir von Malmö nach Småland in die kleine Stadt Gränna am Vättersee. Gränna gilt das Zentrum für die Herstellung der allseits bekannten rot-weißen Zuckerstangen, wir haben natürlich keine gekauft. Wir stehen auf einem schönen Campingplatz direkt am See. Der Vättersee ist der zweitgrößte See Schwedens und immerhin mehr als dreimal so groß wie der Bodensee.

Da es heute größtenteils geregnet hat, haben wir heute leider kein Foto für dich.

 

Tag 3 – Gränna nach Jogersö: Heute ging es wieder an die Ostsee, nach Jogersö. Das ist eine kleine Insel ca. 100 km südlich von Stockholm. Um das schöne Wetter zu genießen, sind wir ein bisschen gewandert. Dabei konnten wir die schöne Schärenlandschaft bewundern. Außerdem gibt es hier überall unglaublich viele Blaubeeren, die offensichtlich niemand sammelt. Antje konnte nicht wiederstehen. War lecker.

Da es gestern keine Fotos gab, gibt es heute ein paar mehr.

 

Tag 4 – Jogersö nach Stockholm: Nun haben wir schon die ersten 1.000 km hinter uns und sind in Stockholm angekommen. In aller Frühe haben wir Jogersö verlassen und uns auf die ca. 100 km lange Fahrt begeben. Nach der Ankunft auf unserem Campingplatz, haben wir uns per Metro auf den Weg in die historische Altstadt (Gamla Stan) gemacht. Trotz einiger Regenschauer (die Straßen auf den Fotos glänzen nicht so weil sie sauber, sondern nass sind) sind wir durch die Altstadt bis zum Königspalast gelaufen. Der Königspalast ist nicht spektakulär, dafür wohnt hier aber noch ein echter König. Wir haben uns auch die Kirche angeschaut wo Victoria und Carl Philip geheiratet haben – Antje kannte das schon aus dem Fernseher. Völlig erschöpft zurück am Wohnmobil, gab es erst mal Abendbrot für alle und jetzt lassen wir den Abend mit einer Partie Schach ausklingen.

 

Tag 5 – Stockholm: Der erste Ruhetag für unser Wohnmobil stand auf dem Plan, allerdings nicht für uns. Livi hat uns heute bereits um 5:45 Uhr geweckt.

Nach dem Frühstück starteten wir Richtung Drottningsholm Slotts, dem wahren Wohnort der Königsfamilie (Wikipedia hat uns hier aufgeklärt). Wir waren sehr früh da, aber die erste Busladung Japaner war noch schneller. Unser Selfi war aber nicht in Gefahr, da wir die Gruppe überholen konnten, während sie noch die erste Informationstafel fotografierten. Schönes Schloss am Wasser, viel Garten – was man da an Enten halten könnte. Für die mitlesenden Ornithologen: jede Menge Nonnen- bzw. Weißwangengänse sitzen da im Garten rum.

Am Nachmittag ging es dann nach Bromma und Solna (zwei Stadtteile Stockholms). Dort waren wir zuerst spazieren am Wasser und haben uns dann mit einer Kollegin von der Celesio zum Kaffee getroffen. Die obligatorische Schachrunde ist bereits beendet und wenn das Bier aus ist, gehen wir ins Bett.

 

Tag 6 – Stockholm nach Sundsvall: Die halbe Strecke bis zum Nordkapp ist geschafft. Heute mussten wir mal vorankommen. Es stand eine Strecke von ca. 360 km auf dem Plan. Das klingt nicht viel, aber mit einem Baby an Board und den schwedischen Tempolimits, ist das schon herausfordernd. Die Straßenschilder kündigen den wilden Norden an und wir sind gespannt auf die erste Elchsichtung. Vorher kommt auch kein Elch-Aufkleber aufs Auto.

Auf halber Strecke legten wir eine ausgiebige Pause ein und besuchten einen IKEA (wir brauchten Auslegware) und waren zum einen enttäuscht, dass es keine Mandeltorte gab, zum anderen aber über das reichhaltige Hotdog-Angebot erfreut. Danach sind wir in einen Systembolaget (staatlicher Alkoholverkaufsladen) gegangen. Den Campingwein für drei fuffzich sucht man hier vergebens.

Unser Campingplatz heute ist sehr schön, direkt an der Ostsee gelegen. Livi konnte heute bei strahlendem Sonnenschein erstmals unter freiem Himmel rumkrabbeln.

 

Tag 7 – Sundsvall nach Gullvik: Nach der gestrigen langen Fahrt, ließen wir es heute Vormittag entspannt angehen. Gefrühstückt wurde bei strahlendem Sonnenschein mit Blick aufs Meer. Während Livi auf dem Rasen spielte, verlegte der Papa „fachmännisch“ den gestern bei IKEA gekauften Teppich. Zur Mittagszeit ging es dann los, eines der größten schwedischen Einkaufszentren als Ziel – 10 km entfernt. Hier besuchten wir erneut einen IKEA und haben nun alles bekommen was wir wollten, sogar die Mandeltorte.

Auf der weiteren Fahrt konnten wir die herrliche Natur Schwedens bewundern. Wälder, Seen und Ostseefjorde wechselten sich ab.

Unser heutiger Campingplatz bietet ein abwechslungsreiches Freizeitprogram. Direkt hinter unserem Stellplatz befindet sich der stark frequentierte Agilityplatz. Und im Wald daneben ist ein großes Campingplatzeigenes Paintball-Areal abgesperrt. Der Pool liegt direkt drei Schritte hinterm Strand und Karaoke war leider schon gestern Abend. Alles leider nichts für Livi, obwohl wir beim Agilityplatz kurz gezögert haben.

 

Tag 8 – Gullvik nach Umeå: Den hundefreundlichen Campingplatz verließen wir nach dem Frühstück. Tagesziel war die Stadt Umeå, die wir zur Mittagszeit erreichten. Umeå ist mit seinen ca. 120.000 Einwohnern die größte Stadt Nordschwedens (alles weitere bitte bei Wikipedia nachlesen). Die Stadt hat uns ganz gut gefallen.

Das Wetter wird je weiter wir in den Norden kommen immer besser und wärmer – heute hatten wir ca. 23°C. Sobald allerdings die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist, wird es zügig kühl (also Burkhard lieber einen Pullover mehr einpacken und Mückenspray nicht vergessen).

 

Tag 9 – Umeå nach Luleå: Heute stand wieder eine längere Etappe auf dem Programm. Von Umeå nach Luleå sind es 270 km. Das gängige Tempolimit liegt mittlerweile bei 90km/h. An den Straßenschildern merkt man, dass wir schon sehr weit im Norden sind und wir können uns kaum vorstellen wie es hier wohl im Winter ist. Antje hat sich bereits gegen eine Winterreise in diese Region ausgesprochen – Schade eigentlich.

Ein kurzer Zwischenstopp hat uns an die sogenannte Schwedische Riviera geführt. Sieht nicht viel anders aus als in Wohlenberg. Ursprünglich wollten wir dort übernachten, da aber Livi noch etwas Nachmittgasschlaf machen wollte, sind wir ein Stück weiter gefahren und so in Luleå gelandet.

Wir genießen unseren heutigen Übernachtungsplatz, da wir lediglich eine Handvoll Nachbarn haben und so die Ruhe genießen können.

 

Tag 10 – Luleå nach Frevisören: Wir sind in Lappland. Unser vorerst letzter Tag in Schweden neigt sich dem Ende. Da wir gestern ein paar Extrakilometer fuhren, stand heute nur eine kurze Tour an. Wir wollten, bevor wir Schweden verlassen, noch eine Nacht direkt an der Ostsee verbringen.

Unterwegs hielten wir an einem für uns äußerst wichtigen geografischen Punkt: Wir sind in Wismar, dem südlichsten Punkt der Ostsee, gestartet und stehen nun in Töre, dem nördlichsten Punkt (Für alle Nachgoogler, Wikipedia sagt das Stettiner Haff ist der südlichste Punkt, aber dies wird in der Regel nicht zur Ostsee dazugezählt).

Wir erreichten unsren traumhaft schönen Campingplatz noch vor dem Mittag, so dass wir das Wetter genießen und gleichzeitig große Wäsche machen konnten.

Morgen überqueren wir in Finnland den nördlichen Polarkreis.

Durch Finnland zum Nordkapp bis Tromsø

Tag 11 – Frevisören nach Orakoski: Heute war ein ereignisreicher Tag. Mit dem Grenzübertritt nach Finnland, wechselten wir auch die Zeitzone und sind nun eine Stunde voraus. Wir hatten das gar nicht so richtig auf dem Schirm, haben uns nur über die anvisierte Zielzeit des Navis gewundert. Wer gute Technik hat, braucht selber nicht soviel denken.

Unser erstes Ziel in Finnland war Rovaniemi, uns allen als Wintersportmekka bekannt J Diese Stadt hat auf unserer Liste der hässlichsten Städte Brest (Frankreich) von Platz 1 verdrängt. Deshalb ging es nach nur einem kurzen Stopp gleich weiter.

Das nächste Ziel war dann Santa Claus Village mit Polarkreis Überquerung – der größte Touristennepp Skandinaviens. Hier ist 365 Tgae im Jahr Weihnachten, weil hier laut Beschluss des Parlaments von Lappland der Weihnachtsmann wohnt. Er ist auch täglich anwesend, ein Foto mit ihm kostet allerdings 80,- € (aber ein Jahr downloadbar). Wir haben auch eine kleine Fotosession gemacht, fanden aber die Überquerung des Polarkreises spektakulärer als den Weihnachtstinneff.

Dann ging es weiter auf die Suche nach einem Campingplatz. Auf gut ausgebauten und breiten Straßen, sorgten lediglich Rudel von Rentieren für stockenden Verkehr. Waren wir beim ersten Tier noch zu verblüfft zum Fotografieren, bekamen wir danach noch mehrmals die Chance. Auch auf einer kleinen Wanderung hinter unserem Campingplatz kamen wir einigen Tieren sehr nah – das war sehr aufregend.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns nach finnischer Tradition einen Saunagang.

 

Tag 12 – Orakoski nach Karasjok: Wir sind in Norwegen, 20 km hinter der finnischen Grenze. Der norwegische Zoll wollte uns gerne filzen, aber Livi hat im richtigen Moment angefangen zu heulen.

Der Tag begann regnerisch, deshalb sind wir früh Richtung unseres eigentlichen Tagesziels Inari gestartet. Die Stadt liegt gleichnamigen Inarisee, der je nach Betrachtungsweise der größte oder drittgrößte See Finnlands, aber immer noch doppelt so groß wie der Bodensee ist. Da der Regen mitgefahren ist, hätten wir außer angeln und Souvenirs kaufen nichts tun können. Also entschieden wir uns eine weitere Etappe einzulegen und schon heute Norwegen zu erreichen.

Unterwegs begegneten uns wiederum unzählige Rentiere auf und neben der Straße und waren so oft die einzigen Verkehrsteilnehmer. Das Durchfahren der finnischen Tundra ist beeindruckend, lädt aber nicht zum verweilen ein. Der Boden ist sandig und moorig und die Bäume (Birken und Fichten) wachsen deshalb und auf Grund des Klimas nur verzwergt. Daher sind die „Wälder“ hier nicht höher als 3 Meter.

Die Entfernung von zu Hause wurde uns durch das Straßenschild „Murmansk 300 km“ sehr deutlich. Die russische Grenze war sogar noch deutlich näher.

Neu für uns auf dieser Reise ist der abendliche Ausblick auf Berge. Diesen Ausblick konnten wir nach einem Saunagang im 39°C warmen Jacuzzi genießen.

 

Tag 13 – Karasjok zur Nordkappinsel: Wir sitzen 30km südlich vom Nordkapp. Wir haben uns heute dazu entschieden, die Fahrt dorthin erst morgen zu machen, um bei schlechtem Wetter flexibler zu sein.

Heute gibt es für euch nur ein Rentierfoto, dafür aber in Nahaufnahme mit Fjord im Hintergrund.

Unsere Fahrt führte uns über viele Kilometer direkt am Fjord entlang. Beim Passieren des Nordkapptunnels, waren wir sogar 200 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Die Vegetation ist wie im Hochgebirge über der Baumgrenze. Hier gibt es keinerlei Büsche und Bäume. Es ist wie hoch in den Alpen nur mit Fjordblick und Möwen auf 25 Metern über NN.

Wir sind ganz gespannt auf den morgigen Tag und hoffen, dass das Wetter mitspielt.

 

Tag 14 – Nordkapp nach Alta: Heute war es endlich soweit. Wir waren am Nordkapp. Doch vorher machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Honnigsvåg, der nördlichsten Stadt Europas. Die Stadt hat beeindruckende 500 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen pro Jahr und das bei einer Einwohnerzahl von 10.000 Einwohnern. Pünktlich mit unserem Eintreffen am Hafen, um 9 Uhr morgens, kam auch schon das erste große Schiff, um die Leute mit Bussen zum Nordkapp zu bringen. Die Stadt an sich hat auf uns eher den Eindruck eines verschlafenen Fischerdorfes gemacht. Vermutlich werden sämtliche Touristenströme direkt zum Nordkapp geschleust. Hier ist ein besseres Stadtmarketing gefragt.

Bevor die Touri-Busse Honnigsvåg verlassen, mussten wir schnell los, um den Globus nicht mit hundert Japanern teilen zu müssen. Wie man auf den Fotos sehen kann, gelang uns das ganz gut. Keine halbe Stunde später füllte sich das Plateau zusehends. Da waren wir bereits auf unserer kleinen Nordkapp-Wanderung. Die hohen Klippen und das weite Meer waren sehr faszinierend. Wir hatten sogar das Glück einen Wal zusehen, konnten auf Grund der Entfernung aber keine Art bestimmen.

Zum Schluss wollte Livi unbedingt noch Power-Shoppen im Souvenirladen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Pünktlich mit einsetzendem Regensturm verließen wir das Nordkapp wieder Richtung Süden.

Jetzt sitzen wir bei Alta am Fjord und frieren ein wenig. Heute Abend kommt vielleicht erstmals die Heizung zum Einsatz.

 

Tag 15 – Alta nach Birtavarre: Heute Vormittag haben wir uns nach all der Natur mal der Kultur gewidmet. Wir besuchten das Alta Museum, das Felszeichnungen (zwischen 2000 und 6000 Jahren alt) an einem Naturpfad ausstellt. Diese Felszeichnungen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und wir dachten das kann man sich mal anschauen.

Unser nächstes Ziel ist Tromsø. Also machten wir uns nach dem Museumsbesuch auf den weiteren Weg Richtung Süden. Die Fahrt ging größtenteils direkt am Fjord entlang und die schneebedeckten Berge kamen immer dichter.

Aktuell überlegen wir noch ob wir morgen den Land- oder Seeweg nach Tromsø nehmen.

Das Sonnenuntergangsfoto ist ein Nachtrag zu gestern.

 

Tag 16 – Birtavarre nach Tromsø: Wir haben uns für den Landweg nach Tromsø entschieden. Es ging wieder vorbei an Fjorden, Bergen, Wasserfällen und Flüssen. Einfach beeindruckend diese Natur.

In Tromsø angekommen, machte wir uns auf die Stadt zu erkunden. Tromsø hat einiges zu bieten: die nördlichste Universität der Welt, die nördlichste Kathedrale der Welt und den nördlichsten Bierkeller der Welt. Zudem verteilen sich die ca. 70.000 Einwohner auf eine Fläche so groß wie das Saarland. Wir sind ein bisschen durch die City und am Hafen entlang geschlendert und haben den Nachmittag ruhig angehen lassen.

 

Tag 17 – Tromsø nach Senja: Unser Campingplatz in Tromsø wird bestimmt mal schön, wenn im nächsten Jahr die Bauarbeiten beendet sind. Das hat uns aber nicht gestört, da wir erstens schon vor dem Baubeginn geweckt wurden und zweitens Livi für eine halbe Stunde mit gucken beschäftigt war. Das war schön.

Unser heutiger Stellplatz ist das komplette Gegenteil. Aber der Reihe nach: In Tromsø ging es gemütlich los, da wir erst die Fähre um 17 Uhr nehmen wollten. Mittags sind wir mit der Seilbahn auf den Tromsøer Hausberg gefahren, dort ein bisschen rumgewandert und haben den Ausblick genossen.

Danach ging es zur kleinen Autofähre die zur Insel Senja fährt. Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir tolle Sicht auf die grandiose Landschaft. Wir hatten Glück und kamen auf der Fähre mit einem jungen Mann ins Gespräch der uns einen von Touristen eher unbekannten aber sehr schönen Stellplatz empfahl. Wie ihr an den Fotos sehen könnt, hat er nicht zu viel versprochen. Mit Blick auf den offenen Atlantik, warten wir auf unseren ersten „richtigen“ Sonnenuntergang.

Senja, Versterålen, Lofoten und zurück ans Festland

Tag 18 – Senja nach Bleik: So schön der Abend gestern war, so stürmisch und regnerisch war die Nacht und der heutige Tag. Eigentlich wollten wir ein wenig wandern gehen, aber das machte bei dem Wetter keinen Sinn. Also haben wir die Insel mit dem Auto erkundet.

Am Nachmittag ließ der Wind zum Glück etwas nach, da eine 1,5 stündige Fährfahrt über den offenen Ozean vor uns lag. Der Einweiser an der Fähre bestätigte uns, dass wir viel Glück haben, da die Hinfahrt sehr schlimm war. Tatsächlich war die Fahrt nicht so schlimm wie wir vorher befürchtet haben. Livi ist beim Schaukeln sogar eingeschlafen.

Nun sind wir auf den Vesterålen und stehen an einem wunderschönen Sandstrand.

Wir hoffen, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen bessert. Der Wetterbericht macht uns hier Hoffnung.

 

Tag 19 – Bleik (Vesterålen): Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Am Vormittag nutzten wir eine vermeintliche Regenpause für eine kleine Wanderung zu einem Vogelfelsen. Dort konnten wir eine Basstölpelkolonie und einige Gryllteisten (dem Kosmos Vogelführer sei Dank) beobachten. Auf dem Rückweg sind wir dann ganz schön nass geworden.

Am Nachmittag sind wir ein wenig durchs Dorf geschlendert und haben aufs Wasser gestarrt, aber es hat sich kein Pottwal gezeigt. Der Wetterbericht lässt uns für die nächsten Tage Gutes hoffen und dann gibt es auch wieder mehr Fotos.

 

Tag 20 – Bleik nach Hovden: Der Tag begann um 3 Uhr morgens, als eine Herde blökende Schafe mit Glocken um den Hals quer über den Campingplatz zog. Wir trafen sie später wieder, als sie sich von der anstrengenden Nacht am Strand ausgeruht haben.

Vormittags haben wir eine kleine Wanderung unternommen. Es ging über Stock und Stein, was Livi beim schlafen nicht gestört hat. Bevor wir Bleik verließen, fuhren wir nochmal zum Vogelfelsen der diesmal nicht vom Nebel umwölkt war. Es standen Leute neben uns, die auch aufs Wasser starten und behaupteten Wale zusehen. Wir sind uns da nicht so sicher, da wir nur Wasserfontänen aber keine Tiere sahen. Wer weiß.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Hovden, dem letzten Dorf der Vesterålen vor dem Nichts. Wir haben einen sehr schönen Stellplatz gefunden und schon Kontakt zu einem einheimischen Fischer gehabt. Er hat uns frisch gefangene unterschiedliche Flunderarten gezeigt und uns von seinem Kumpel auf Usedom erzählt. Dann wurde es kuriose: er hält Werder (Havel) für den schönsten Ort Deutschlands.

Die Natur hier ist einfach atemberaubend schön. Hier nisten viele Seeadler und wir hatten auch schon Sichtkontakt. Die anderen Vögel müssen wir nochmal im Kosmos Vogelführer nachschlagen, aber die Viecher fliegen oder laufen immer so schnell weg.

 

Tag 21 – Hovden nach Eggum: Heute ging es von den schönen Vesterålen auf die landschaftlich noch reizvolleren Lofoten. Dafür mussten wir wieder ein bisschen Fähre fahren. Dabei konnten wir vom Wasser aus einen ersten Eindruck von den Lofoten gewinnen.

Nachdem wir unterwegs an verschiedenen Aussichtspunkten hielten, erreichten wir am Nachmittag das Wikinger Museum in Borge. Hier konnten wir ein originalgetreu nachgebautes Wikingerhaus besichtigen. Naben verschiedenen Tieren gab es Wildschweine mit ganz kleinen Frischlingen – Livi war begeistert.

Heute haben wir wieder einen wunderschönen, leider nicht so einsamen, Stellplatz. Können aber trotzdem einen Sonnenuntergang über dem Meer genießen.

 

Tag 22 – Eggum nach Moskenes: Die letzte Nacht war schrecklich. So schön der freie Blick aufs Meer ist, so schlimm ist dieser Standort bei starkem Sturm. Das Auto wackelte hin und her und wir zwei konnten dabei kaum schlafen. Livi hat das wie immer nicht gestört. Wir waren den ganzen Tag müde.

An unserem letzten Tag auf den Lofoten haben wir noch ein paar touristische Highlights angesteuert: Nusfjord, Hamnøy, Sakrsøy und Å. In Nusfjord gibt es eine Brutkolonie von Dreizehenmöwen. Die anderen Orte sind schöne Fotomotive – so wie man sich das auf den Lofoten vorstellt.

Jetzt sitzen wir auf einem Campingplatz direkt an der Fähre, die uns morgen früh um sieben Uhr aufs Festland zurückbringt. Vorhin wurde aber noch unser heutiger Einkauf verkostet: Stockfisch wird nicht unser Lieblingssnack. Das ist wie auf Holz kauen mit starkem Fischgeschmack. Soll sehr gesund sein … naja …

 

Tag 23 – Moskenes nach Forøy: Wie gestern bereits angekündigt, klingelte unser Wecker um 5:30 Uhr. Das wird wohl das einzige Mal im Urlaub bleiben, dass wir vor Livi wach sind. Ihr Gesichtsausdruck war auch sehr verwirrt. Wir hoffen, dass sie morgen nicht extra früh wach wird.

Die etwa dreistündig Überfahrt verlief sehr ruhig.

Auf dem Weg zu unserem Campingplatz haben wir mehrere Stopps eingelegt. Der erste war bei Saltstraumen. Hier ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt, der viermal täglich Wasserstrudel erzeugt und die Fließgeschwindigkeit der Wassers ca. 20 Knoten erreicht. Dieser Ort ist deshalb auch als sehr gutes Angelrevier bekannt. Wir haben lediglich die Aussicht auf die Strudel genossen.

Der nächste Stopp war dann am Strand von Storvik. Besonders Livi hatte Spaß in dem schwarz-roten Sand und dem anschließenden ersten Fußbad im Atlantik.

Dann stoppten wir an einem Aussichtspunkt, von dem aus wir einen ersten Blick auf den Svartisengletscher werfen konnten. Dem Gletscher werden wir uns morgen ausführlicher widmen.

Richtung Süden bis zur Insel Runde

Tag 24 – Forøy zum Svartisen: Heute haben wir uns auf den Weg zur südlichen Seite vom Svartisen Gletscher gemacht. Von unserem heutigen Stellplatz am Gletschersee, werden wir morgen den Gletscher erkunden.

Auf dem Weg hierher sind wir zweimal mit der Fähre gefahren und haben anschließend einen sehr interessanten Zwischenstopp eingelegt. Endlich kommen unsere militärhistorisch interessierten Leser auf ihre Kosten: wir besuchten in Grønsvik die ehemalige Küstenartilleriestellung der Deutschen aus dem 2. Weltkrieg. Hier wurde 2012 ein Museum eröffnet und in Zuge dessen die Anlagen restauriert (auf uns wirkte das noch längst nicht fertiggestellt). Es war beeindruckend, auf was für einer Fläche eine teilweise unterirdische Stadt in den Felsen gemeißelt wurde. Für die Interessierten: wir haben deutlich mehr Fotos gemacht.

Da wir in Grønsvik unerwarteter Weise so viel Zeit verbracht haben, haben wir unsere für heute geplante Gletscherwanderung auf morgen verschoben.

Mit der zweiten Fähre heute, haben wir den Polarkreis Richtung Süden überquert. Wir sind fast wieder zuhause. Es war auch gleich viel wärmer heute, so dass Antje erstmals in diesem Urlaub kurze Hosen tragen konnte.

 

Tag 25 – Svartisen nach Storesvenningsvaten: Wie gestern angekündigt, sind wir uns heute früh zum Svartisen Gletscher aufgemacht. Er ist der zweitgrößte Gletscher Norwegens mit über 60 Gletscherzungen. Mit einer Fläche von 370 Quadratkilometern ist er aber dennoch 4,5 mal größer als der Aletschgletscher (größter Gletscher der Alpen). Wir sind mit dem Boot über den Svartisvatnet (Gletschersee) gefahren und anschließend auf einer beschwerlichen Route zur Gletscherzunge Austerdalsisen gewandert. Die 3 km lange Route führte entlang des Schmelzwasserabflusses, wo vor 50 Jahren noch komplett Eis war. Die Wanderung war sehr anstrengend, aber einem Gletscher am Ende des Weges so nahe zu sein, ist sehr beeindruckend.

Am Nachmittag sind wir weiter Richtung Süden gefahren und haben einen Zwischenstopp am Laksfossen gemacht. Hier stürzen 700 Kubikmeter Wasser 17 Meter in die Tiefe.

 

Tag 26 – Storesvenningsvaten nach Föllingstua: Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Nach zweistündiger Fahrt Richtung Süden, haben wir in bester Seelage Wäsche gewaschen, die Sonne genossen und Livi in Schach gehalten.

Morgen wieder mehr!

 

Tag 27 – Föllingstua nach Trondheim: Heute grüßen wir aus der drittgrößten Stadt Norwegens: aus Trondheim. Hier sind wir heute gegen Mittag angekommen und haben unseren Stellplatz direkt im Zentrum bezogen. Wir sind ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben dabei die Hauptsehenswürdigkeiten besichtigt: den Nidarosdom, Bischofsresidenz, Gamla Bybroen (alte Stadtbrücke aus Holz), Speicherhäuser und die Fischhalle (hier gab es Mittag). Die Stadt hat uns sehr gut gefallen.

An diesem Wochenende ist in Trondheim ein großes Festival und zudem noch ein internationales Rollerskirennen mit prominenter Besetzung (Petter Northug, Heidi Wenig, die allseits bekannten deutschen Skilangläufer und viele mehr). Leider haben wir das Rollerskirennen erst zu spät mitbekommen – Start des Finals morgen Mittag – da sind wir aber bereits außerhalb von Trondheim verabredet.

 

Tag 28 – Trondheim nach Kristiansund: Heute waren wir wie bereits angekündigt bei einer bekannten Familie in die Hütte ca. 2 Stunden von Trondheim entfernt eingeladen. Also machten wir uns in Trondheim rechtzeitig auf den Weg, um die Fähre um 12 Uhr zu bekommen.

Den Tag haben wir dann bei großartigem Blick auf den Fjord mit leckerem Essen (es gab frisch gefangene und gegrillte Makrelen) und netten Gesprächen verbracht. Die Hütte liegt in wirklich ausgezeichneter Lage und lädt zu weiteren Besuchen ein.

Mit guten Tipps für unsere weitere Reise wurden wir am späten Nachmittag in Richtung Kristiansund verabschiedet.

Das einzige Foto des Tages ist auf der Fähre entstanden.

 

Tag 29 – Kristiansund nach Bud: Der Tag begann denkbar schlecht. Wir waren hungrig und freuten uns auf ein Frühstück in dem kleinen Fischerstädtchen. Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass Sonntag ist. Nach langem Suchen fanden wir einen kleinen Kiosk, der SCHON um 10 Uhr aufmacht. Natürlich war das frische Gebäck noch im Ofen.

Da in Kristiansund auch sonst nichts los war, machten wir uns auf den Weg Richtung Bud, unserem heutigen Tagesziel. Um da hin zu kommen, fährt man die Weltberühmte Atlantikstraße. Der Guardian bezeichnete sie einst als die schönste Küstenstraße der Welt. Wir waren sehr gespannt. Also fuhren wir mit großen Erwartungen und Industriemuffins im Bauch los. Die Strecke ist zweifelsohne schön, aber unserer Meinung nach sicher nicht die schönste. Auf einer Strecke von 10 km gibt es viele kleine Inseln, die über Brücken verbunden sind. Es gibt viele Parkmöglichkeiten um Fotos zu machen.

Die Atlantikstraße endet in Bud, einem kleinen Fischerdorf. Der Ort scheint gerade einen Aufschwung zu erleben, da an vielen Stellen neue Häuser gebaut werden. Der Ort hat uns sehr gut gefallen und wir hatten auch einen schönen Campingplatz mit kleiner Badestelle im Fjord. Diese nutzen Livi und Christian auch für das erste Atlantikbad.

 

Tag 30 – Bud nach Ålesund: Heute sollte es Richtung Ålesund gehen, mit Zwischenstopp in Molde. Nach dem Frühstück ging es los und nach einer kurzen Fahrt von 30 Minuten waren wir auch schon da. Die kürzeren Distanzen sind insbesondere für das Schlafmanangement von Livi eine neue Herausforderung. Mit dem Kinderwagen haben wir das Städtchen Molde (ca. 25.000 Einwohner) erkundet. Erwähnenswert ist das niedliche Fußballstadion mit ca. 12.000 Plätzen (Hier spielt man aber wenigstens noch Europa League) und das benachbarte Scandic Hotel, das architektonisch an Dubai erinnert. Den besten Eindruck gewinnt man auf den Bildern, die wir von einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt gemacht haben.

In Molde fanden wir in einem Outdoorladen jemanden, der uns bei der Reparatur unseres Wanderrucksacks helfen konnte. Der Rucksack hat die Gletscherwanderung leider nicht unbeschadet überstanden. Nun ist aber provisorisch alles wieder gut und Livi kann endlich wieder wandern gehen.

Am Nachmittag ging es dann weiter nach Ålesund. Eine erneute Fährfahrt und eine weitere Stunde Fahrt brachten uns in diese 45.000 Einwohner große Stadt. Hier haben wir einen tollen Stellplatz gefunden, der uns neben allen benötigten Facilities auch einen traumhaften Sonnenuntergang bietet.

 

Tag 31 – Ålesund zur Insel Runde: Heute Vormittag haben wir die Innenstadt von Ålesund erkundet. Die Stadt ist 1904 fast vollständig abgebrannt und wurde in den Jahren danach, unter anderem durch die Hilfe des deutschen Kaisers Wilhelm II., komplett im Jugendstil wieder aufgebaut. Inzwischen sind ein paar moderne Gebäude dazu gekommen, aber im Wesentlichen ist der Charakter des frühen 20. Jahrhunderts noch deutlich erkennbar. Das ist sehr beeindruckend und unbedingt sehenswert! Auch Ålesund hat einen Aussichtspunkt zu bieten, wo man unter anderem von alten Bunkeranlagen aus eine herrliche Rundumsicht über Stadt und Fjord hat.

Am Nachmittag haben wir uns das bekannte Aquarium der Stadt angesehen. Es ist zwar kleiner als das Ozeaneum in Stralsund, aber immerhin das größte Aquarium Nordeuropas mit dem größten Seehundgehege Europas. Wir fanden die Pinguin- und Seehundfütterung gut, Livi mochte die Fische lieber – da war es nicht so laut J

Danach haben wir uns kurzentschlossen doch noch auf den Weg zur Insel Runde gemacht – einer Insel mit ca. 100 Einwohnern und zu Spitzenzeiten bis zu 500.000 Vögeln. Aber dazu morgen mehr.

 

Tag 32 – Insel Runde: Heute hatte unser Auto einen Ruhetag. Wir haben uns keine Ruhe gegönnt, sondern waren ausgiebig wandern.

Wie gestern erwähnt, sind wir auf der Insel Runde, Norwegens drittgrößtem Vogelfelsengebiet. Hier kann man hauptsächlich Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Basstölpel und Raubmöwen beobachten. Insgesamt sind hier mehr als 230 Vogelarten registriert. Für den Papageientaucher sind wir leider schon ein paar Wochen zu spät. Nach der Brutsaison zieht er auf den offenen Atlantik. Der Campingplatz auf Runde bietet Stellplätze direkt am Wasser, sodass man mit dem Meeresrauschen einschlafen kann.

Nach einem verregneten Vormittag war uns der Wettergott hold und schicke zum Nachmittag Sonne. Die Wanderung begann mit einem mühsamen Aufstieg über teilweise torfiges und felsiges Gelände. Aber der Ausblick von ganz oben hat uns begeistert. Wir waren so sehr mit den Eindrücken der Landschaft beschäftigt, dass wir fast vergessen hätten nach Vögeln Ausschau zu halten. Erinnert wurden wir durch ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel, bei dem zwei Raubmöwen einen Seeadler verfolgt haben. Anschließend fanden wir dann auch eine größere Basstölpelkolonie. Wir sind dann auch noch zum Papageientaucherfelsen abgestiegen. Hier war allerdings wie erwartet wenig los, außer ein paar Schafen waren keine Tiere zusehen.

Durchs norwegische Hochland

Tag 33 – Runde nach Åndalsnes: Den heutigen Tag haben wir als Überführungsetappe genutzt. Wir haben uns von Runde und dem Atlantik verabschiedet und werden uns die nächsten Tage im Hochgebirge rumtreiben. Hier in Åndalsnes beginnt die berühmte Geringer-Trollstigen Route, die wir morgen fahren wollen. Leider regnet es seit unserer Ankunft und so haben wir heute auch keine Fotos gemacht.

Morgen wieder mehr.
Tag 34 – Åndalsnes nach Geiranger: Heute stand die Nationale Touristenroute Geiranger – Trollstigen auf dem Programm.

Der Trollstigen ist eine weltbekannte Passstraße mit 11 Haarnadelkurven und ca. 12 Prozent Steigung. Die Straße ist insgesamt sehr eng und wenn zwei Womos sich begegnen, kann es schon knapp werden. Beeindruckend ist auch der Wasserfall, an dem immer entlang fährt und einmal auch per Brücke überquert. Auf dem Hochplateau ist ein Besucherzentrum und Aussichtsplattformen, die die Felskante überragen. Hier ist Schwindelfreiheit nötig, da man durch Löcher im Boden ca. 400 Meter in die Tiefe schaut.

Auf der Weiterfahrt hielten wir noch an einem Wasserfall. Hier hat das Wasser über Jahrtausende weiches Gestein aus den Felsen gespült und einen imposanten Canyon geschaffen.

Dann ging es weiter Richtung Geiranger und dem Geirangerfjord – dem wahrscheinlich berühmtesten Fjord Norwegens. Bereits die Fahrt ins Tal bot und großartige Ausblicke, die wegen des bewölkten Wetters auf den Fotos leider nur halb so gut unseren Eindruck wieder geben.

Wir stehen heute auf einem Campingplatz direkt am Fjord mit Blick auf den Schiffsanleger, an dem gestern noch 4 Kreuzfahrtschiffe fest gemacht haben.

 

Tag 35 – Geiranger: Entgegen unserer Planungen entschieden wir uns noch einen weiteren Tag in Geiranger zu bleiben.

Heute Vormittag haben wir eine Bootstour durch den Geirangerfjord unternommen. Der Geirangerfjord ist bekannt dafür, dass er sehr schmal ist und von Bergen bis zu 1.700 Metern umgeben ist. Seit 2005 ist Geiranger und der zugehörige Fjord UNESCO Weltnaturerbe. Der Fjord ist 15 Kilometer lang, maximal 1,3 Kilometer breit und an seiner tiefsten Stelle ca. 260 Meter tief. Geiranger gehört zu den am meisten frequentierten Anlaufstellen für Kreuzfahrtschiffe in Norwegen. Wir hatten Glück, dass es heute Vormittag nicht geregnet hat und das Boot nicht völlig überfüllt war. Es war beeindruckend mit dem Boot durch die hohen Felswände zu fahren und dabei die zahlreichen Wasserfälle zu sehen.

Am Nachmittag haben wir dann eine kleine Wanderung entlang des örtlichen Wasserfalls unternommen. Hierbei bekamen wir auch nochmal einen schönen Blick auf unseren Campingplatz von oben.

Trotz des in der Hochsaison für Norwegen untypischen Massentourismus, ist Geiranger und der zugehörige Fjord auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Tag 36 – Geiranger nach Lom: Bevor wir heute Vormittag den Geirangerfjord endgültig hinter uns gelassen haben, sind wir auf den knapp 1.500 Meter hohen Dalsnibba gefahren, um uns das ganze noch mal von oben zu betrachten. Die Fahrt auf den Gipfel – glücklicherweise ist die Straße seit kurzem asphaltiert – ging an steilen Felswänden, einem riesigen Bergsee und schneebedeckten Bergen vorbei. Bei 6°C und eisigem Wind, war der Blick von ganz oben atemberaubend.

Weiter ging die Fahrt über eine Passstraße, die bereits Ende September wegen Schnee und Stürmen gesperrt wird. Unser heutiges Ziel war die Nationalparkstadt Lom. Die Kommune hat eine Bevölkerungsdichte von 1 Mensch pro qkm, da ca. 90% der Fläche Berg oder Gletscher sind. Das umliegende Gebirge gilt als größtes Sommerskigebiet Norwegens. Beim Einkaufen haben wir die schwedische alpine Ski-Nationalmannschaft gesehen und auf unserem Campingplatz sind ganze Schulklassen zum Skifahren untergebracht.

Erwähnenswert an Lom ist außerdem die große Stabkirche (komplett aus Kiefernholz gebaut), deren Errichtung um 1158 begann. Auch innen ist alles aus Holz – sogar das Taufbecken. Die Inneneinrichtung ist ein Sammelsurium aus verschiedenen Jahrhunderten. Wir beide haben vorher noch nie so eine Kirche gesehen und fanden sie schön und sehr interessant.

Da heute Nacht Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt vorausgesagt sind, geht Christian jetzt noch fix in die Sauna und der Rest der Familie wärmt bei Standheizung das Bett auf J

 

Tag 37 – Lom nach Jostedalen: Heute sind wir die Sognefjellet gefahren. Das ist die älteste Ost-West-Handelsstraße Norwegens und gleichzeitig die höchste Passstraße Nordeuropas. Über diese Route wurden früher Salz und Fisch von West nach Ost und Häute, Butter und Eisen in die andere Richtung transportiert. Ab 1938 ist die Straße durchgehend für den Autoverkehr freigegeben. Von Anfang November bis Anfang Mai ist die Straße auf Grund von Schnee nicht befahrbar. Sie ist insgesamt 110 km lang und beginnt in Lom. Während der Fahrt durchquert man das Jotunheimen-Gebirge – den höchsten Gebirgszug Nordeuropas.

Die Straße ist Teil des norwegischen Programms nationaler Touristenrouten und bietet so viele gut ausgebaute und interessante Stopps und Aussichtspunkte. Diese nutzen wir, um die Landschaft anzuschauen und Fotos zu machen. Ab über 1000 Meter hat man schnell vergessen, dass Sommer ist, wie man auf den Fotos gut sehen kann. Die Temperaturen waren deutlich unter 10° Celesius.

Am Ende ging es dann entlang des Lustrafjords nach Gaupe, dem Zielort der Sognefjellet. Wir fuhren von dort noch weiter nach Jostedalen, um hier morgen den Jostedalengletscher zu besuchen. Unser Campingplatz liegt in idyllischer Umgebung und grenzt an einen Bauernhof. Livi fand die Kühe toll.

 

Tag 38 – Jostedalen: Hurra, hurra! Der fünfte Zahn ist endlich da! Ab sofort hoffen wir wieder auf ruhigere Nächte …

Bevor wir uns auf den Weg zum Gletscher machten haben wir uns heute Vormittag den Stausee Styggevatnet angesehen. Von dort aus konnten wir einen ersten Blick auf den Gletscher werfen, von dem regelmäßig Eisbrocken abbrechen, die selbst im Sommer lange als Eisschollen auf dem See treiben.

Der Jostedalengletscher ist der größte europäische Festlandsgletscher (40 km lang, 15 km breit und bis zu 500 m dicke Eisschicht). Er hat 28 Gletscherzungen, von denen wir heute bereits einige gesehen haben. Unsere Wanderung nach dem Mittag führte uns über eine anspruchsvolle Route von ca. 2,5 km zum Nigardsbreen. Wir kamen relativ dicht an den Gletscher heran, was beeindruckend und zugleich beängstigend ist. Die schöne Blaufärbung des Gletschereises lässt sich auf Fotos leider nicht so gut einfangen. Da die Wanderung für uns alle anstrengender war als ursprünglich angenommen, haben wir unsere Tour zur Gletscherzunge Bergsetbreen auf morgen verschoben. Der Campingplatz hat uns ja gestern schon gefallen und Livi kann nochmal Kühe gucken.

 

Tag 39 – Jostedalen nach Vangsnes: Wie gestern angekündigt, machten wir uns heute früh auf den Weg zur Gletscherzunge Bergsetbreen. Das Informationstafel am Startpunkt der Wanderung versprach uns die Aussicht auf 4 verschiedene Gletscherzungen des Jostedalenbreen. Im Mittelpunkt steht aber die Gletscherzunge Bergsetbreen. Die anderen drei Zungen sind vom Tal aus nur noch knapp zu sehen, da diese bereits soweit abgeschmolzen sind. Die Wanderung auf dem vielfrequentierten Wanderweg (siehe Foto) war sehr moderat, führte uns aber nicht so dicht an das Gletschereis wie gestern. Das Eis hängt an einem sehr steilen Abhang, so dass es hier regelmäßig zu Eisabbrüchen kommt. Den Abbruch einiger kleiner Stücke konnten wir sogar live erleben. Den Ausblick auf die unterschiedlichen Gletscherzungen haben wir sehr genossen. Vermutlich wird bei unserer nächsten Norwegenreise dieses Tal eisfrei sein.

Nach einem köstlichen Mittagessen im Gletscherinformationszentrum, verabschiedeten wir uns vom Jostedalen und machten uns auf den Weg Richtung Bergen. Auf halber Strecke haben wir unser Nachtlager in Vangsnes am Sognefjord aufgeschlagen.

 

Tag 40 – Vangsnes nach Bergen: Heute sind wir früh los um zum Mittag in Bergen zu sein. Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und die regenreichste Großstadt Europas. Wir wurden mit Sonnenschein und 20° empfangen.

Unser Stellplatz ist etwas außerhalb des Zentrums, also fuhren wir mit der Stadtbahn dorthin. Wir schlenderten etwas durch die City, vorbei am Hafen und einigen Sehenswürdigkeiten zum bekannten Stadtteil Bryggen. Dieser ist der älteste Teil der Stadt und nach diversen Bränden immer wieder originalgetreu aufgebaut. Beim besichtigen des Burggartens sind wir auf die großen Vorbereitungen für das übermorgen beginnende Bierfestival gestoßen. Schade!

Dann ging es mit der Zahnradbahn auf den berühmtesten der 7 Stadtberge, den Fløyen. Von oben hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die gesamte Stadt und den Fjord. Auf dem Rückweg zur Stadtbahn haben wir uns auf dem Fischmarkt die teuersten Garnelenspieße der Welt gekauft (2 Stück = 200 Kronen = ca. 20 €). Die waren aber sehr lecker.

Von Bergen zur südlichen Küste Norwegens

Tag 41 – Bergen nach Røldal: Heute waren wir etwas vom Pech verfolgt. Eigentlich wollten wir frühzeitig auf unserem anvisierten Campingplatz sein, um mal wieder groß Wäsche zu machen. Der Plan war früh in Bergen zu starten und dann über die nationale Touristenroute „Hardanger“ zu fahren.

Wie geplant starteten wir früh und kamen sehr gut voran. Wir hielten am ersten Stopp der Hardanger-Route, dem Steindalsfossen. Das ist ein Wasserfall, hinter dem man langgehen kann. Das war sehr schön. Auf der weiteren Fahrt begegneten uns diverse Hinweisschilder mit viel Text auf Norwegisch. Wie sich später herausstellte waren dies die Hinweise zu einer Straßensperrung, 10 km vor unserer Fähre und damit auch nur knapp vor unserem angesteuerten Campingplatz. Eine Umgehung ist in dieser Fjordlandschaft nicht so einfach. Also hieß es 40 km zurück – das ist in Norwegen schnell mal eine Stunde – und dann mit einer andern Fähre auf die andere Seite. Diese Fähre legte gerade ab als wir den Anleger erreichten. Nächste Fähre in einer Stunde. Wir schnappten uns die Straßenkarte und planten unsere Route um. Auf zur nächsten Fähre weitere 40 km entfernt. Das Übersetzen klappte dieses mal wie geplant.

Der neue angesteuerte Campingplatz war geschlossen. Der darauf folgende war offen, nur der Trockner defekt. So sind wir letztlich gegen 17:30 Uhr in Røldal gelandet und viel weiter gefahren als wir eigentlich heute wollten. Die erste Waschmaschine startete 20 Uhr (die zweite verschoben wir auf den nächsten Morgen).

Auf dem Weg nach Røldal kamen wir noch an zwei weiteren imposanten Wasserfällen vorbei. Einer von beiden (der mit den Rundenbögen in der Brücke) ist der Låtefossen, einer der bekanntesten Wasserfälle Norwegens.

 

Tag 42 – Røldal nach Fister: Nach dem chaotischen gestrigen Tag, sind wir zur Sicherheit heute früh erst mal nicht los gefahren. Livi und Antje haben Wäsche gewaschen und Christian war joggen. Das Mittag haben dann alle zusammen bei herrlichem Sonnenschein genossen.

Gegen 13:30 Uhr fuhren wir dann aber doch los, wir müssen ja voran kommen. Unser nächstes Fernziel ist Stavanger und vorher wollen wir noch auf den Preikestolen. Um da hin zukommen kann man einfach die „Schnellstraße“ wählen oder wie wir die nationale Touristenroute Ryfylke. Diese ist deutlich zeitintensiver, aber sehr schön anzusehen und das fahren macht auf der teils einspurigen Straße jede Menge Spaß. Die Ryfylke führte uns erneut durchs Hochgebirge und vorbei an teilweise immense Schneemassen (für Anfang September). Das hat uns sehr beeindruckt. Der zweite Abschnitt der Strecke führte uns direkt an engen Fjorden vorbei.

Unser heutiges Nachlager haben wir an einem kleinen Yachthafen aufgeschlagen und haben einen wunderschönen Blick über den Fjord.

 

Tag 43 – Fister zum Preikestolen: Für heute war die Wanderung zum Preikestolen (dt. Predigtstuhl oder Kanzel)) geplant. Dies ist ein Felsplateau von dem aus man einen weiten Blick über den Lysefjord und die umliegenden Berge hat. Das Plateau ist ca. 25 mal 25 Meter groß und fällt an den Seiten ca. 600 senkrecht in den Fjord ab. Um dorthin zu gelangen muss eine 4 km lange Wanderung unternommen werden, bei der etwa 300 Höhenmeter überwunden werden müssen. Der Weg ist sehr gut gekennzeichnet und leicht zu finden, da der Preikestolen jährlich von bis zu 300.000 Besuchern erwandert wird. Der Weg führt größtenteils über Steinstufen und Steinfelder und erfordert gutes Schuhwerk. Wir haben einige „Wanderer“ in nicht geeigneten Schuhen gesehen, die einige Schwierigkeiten hatten.

Wir haben uns nach dem Mittag auf den Weg gemacht und sind mit der Menschenmasse (trotz Nebensaison) mitgeschwommen. Der Aufstieg war anstrengend, aber wurde von allen dreien problemlos bewältigt. Livi fand alles so spannend, dass sie ihren üblichen Rucksackschlaf völlig vergessen hatte. Besonders aufregend waren die letzten Meter zur Kanzel, da man hier recht nah am Abgrund laufen musste. Die hier freilaufenden und spielenden Kinder haben uns etwas irritiert. Oben angekommen war die Aussicht spektakulär. Wie man auf den Fotos gut sehen kann, haben wir uns das kleine Plateau mit vielen anderen geteilt und es entstand der Eindruck, dass jeder ein noch tolleres Foto von sich inszenieren wollte. Wir beließen es bei den üblichen Aufnahmen.

Man denkt ja immer das der Rückweg von einem Berg einfacher ist, aber das war hier nicht der Fall. Die teils sehr hohen Steinstufen machten den Abstieg zur Herausforderung. Livi war nun allerdings so müde, dass sie den gesamten Abstieg verschlafen hat. Nach all der Aufregung wollte sie dann aber heute Abend nicht schlafen und hat so auch noch beim Abendessen bei uns gesessen.

 

Tag 44 – Preikestolen nach Egersund: Heute wollten wir endlich zurück ans Meer. Unser Tagesziel war Stavanger. Die Fahrzeit nur ca. eine Stunde beträgt, ließen wir den Vormittag ruhig angehen. Die Wanderung von gestern zeigte Wirkung. Zur Mittagszeit erreichten wir Stavanger, die viertgrößte Stadt Norwegens und Ölhauptstadt des Landes. Wir besichtigten den Dom und bummelten durch die Stadt und den Hafen. Das herrliche Wetter brachte uns auf die Idee einen Stellplatz außerhalb von Stavanger am Meer zu suchen.

Unser Ziel war ein schöner Sandstrand in der Region von Jæren. Diese Region ist für seine Dünen und langen Sandstrände bekannt. Leider waren die angesteuerten Campingplätze bereits geschlossen (die Saison ist bei vielen Plätzen bereits am 31.08. vorbei) und auch ein Stellplatz war nicht zu finden. Wir lasen aber von einem schönen Platz mit Meerblick in der Nähe von Egersund. Nach einigem Suchen bezogen wir unseren schönen und einsamen Platz mit großer Rasenfläche. Hier konnte Livi noch ausgiebig spielen und rumkrabbeln.

Entlang der Südküste über Oslo und Göteborg zurück nach Hause

Tag 45 – Egersund nach Farsund: Der Morgen begann mit einem schönen Sonnenaufgang über den Felsen im Meer – Wecker stellen war nicht nötig, dafür haben wir Livi. Wir wollten heute nicht viel im Auto unterwegs sein, aber endlich unseren Sandstrand haben. Wir fanden im Campingführer den Platz in Farsund direkt am Strand gelegen. Nach nicht mal einer Stunde Fahrzeit erreichten wir unser Ziel und fanden einen schönen Platz direkt neben dem Strandaufgang.

Die gute Wettervorhersage stimmte uns zuversichtlich, so dass wir gleich für 2 Tage buchten. Den Tag hat die ganze Familie bei strahlendem Sonnenschein am Strand verbracht. Hier können wir uns gut von dem anstrengen Wochen zuvor erholen.

 

Tag 46 – Farsund: Livi hat uns (mit kurzer Unterbrechung) bis halb neun schlafen lassen – Weltrekord. Dafür überraschte sie uns nach dem Frühstück mit einem neuen Kunststück: sie kann jetzt vom Boden in den Kinderwagen klettern (als Leiter nutzt sie die Speichen der Räder).

Nach dem Mittag haben wir eine kleine Wanderung durch das Naturschutzgebiet und entlang vieler kleiner Buchten unternommen. Den Rest des Tages haben wir wieder am Strand verbracht.

 

Tag 47 – Farsund nach Skottevik: Schweren Herzens verließen wir den schönen Campingplatz in Farsund, aber es muss ja weiter gehen. Unser Ziel war das Kap Lindesnes. Der Leuchtturm von Lindesnes ist der südliches Punkt Norwegens (Festland). Zum Nordkapp sind es von hier ca. 2.500 km. Der Leuchtturm ist der erste Leuchtturm Norwegens und seit 1656 (mit Unterbrechungen) in Betrieb.

Wir besichtigten den Leuchtturm und das umliegende Gelände. In den Nebengebäuden waren verschiedene Ausstellungen zusehen und an einer strategisch so günstigen Stelle darf natürlich auch große Bunkeranlage nicht fehlen. Die Bunker sind teilweise für Besucher zugänglich und werden auch für Ausstellungen genutzt.

Der Stellplatz am Leuchtturm hat uns nicht so gefallen, also sind wir noch ein Stück weiter nach Skottevik gefahren.

 

Tag 48 – Skottevik nach Hove: Wir haben unseren Elch gesehen. Doch zunächst mussten wir den zu Bruch gegangenen Campingstuhl ersetzen. Glücklicherweise ist Kristiansand nur wenige Kilometer entfernt gewesen und hier befindet sich das größte Shoppingcenter Norwegens. Nach längerem Suchen fanden wir einen Baumarkt, der ansprechendes Material präsentieren konnte – wir kauften gleich zwei neue.

Nachdem anstrengenden Shopping ging es heute in den Tierpark von Kristiansand. Dies ist der einzige größere Tierpark in Norwegen. Es gibt relativ wenig Arten, die aber in sehr großzügigen Gehegen gehalten werden. Besonders bei den heimischen Tierarten (Wölfe, Elche, Vielfraß, etc.) hatten wir Glück das kurz zuvor Fütterung war und wir so die Tiere sehen konnten. Sonst wäre dies in dem weitläufigen gebiet sicherlich schwierig. Im Streichelzoo nahm Livi erstmals Kontakt zu einer Ziege auf – beide verstanden sich sofort blendet. Der Tierpark hat uns sehr gut gefallen.

Am Nachmittag fuhren wir noch ca. eine Stunde nach Hove, einer kleinen Landzunge, um hier unser Nachlager auf dem schönen Campingplatz am Wasser aufzuschlagen.

 

Tag 49 – Hove nach Sandefjord: Heute Vormittag sind wir noch ein bisschen um die Halbinsel gewandert. Nach dem Mittag ging es weiter Richtung Oslo. Unser heutiges Ziel war Sandefjord. Eine kleine Stadt mit beeindruckend großem Hafen am Anfang des Oslofjords. Unser Stellplatz liegt direkt Wasser und wir können den Fähren beim Ein- und Ausfahren zuschauen.

Morgen fahren wir nach Oslo und haben dann sicherlich wieder mehr zu berichten.

 

Tag 50 – Sandefjord nach Oslo: Der heutige Tag stand im Zeichen des Wintersports – natürlich nicht aktiv. Kurz vor dem Mittag erreichten wir Oslo und steuerten als erstes den berühmten Holmenkollen an. Hier parkten wir direkt an dem Holmenkollenbakken, den man schon von weit außerhalb Oslos sehen kann. Der Holmenkollenbakken ist die große Skisprungschanze in Stadtgebiet von Oslo und gilt als älteste Skisprungschanze der Welt. Bereits 1892 fand hier der erste Skisprungwettkampf statt. Die Schanze 2011 anlässlich der Nordischen Ski-WM in Oslo komplett neu gebaut.

Todesmutig haben wir uns auf den Weg zum Absprungbalken gemacht. Zuerst mussten wir dafür die Tribüne mit sehr hohen Stufen erklimmen, um anschließend uns durch das Skimuseum bis an den Lift zu kämpfen. Dieser brachte uns dann bis auf das Schanzendach. Von hier hat man einen überwältigenden Ausblick über Oslo und den zugehörigen Fjord. Nach dem Abstieg (erneut per Lift) schauten wir uns noch das Skimuseum inkl. Bälleparadies (das sollte frischen Pulverschnee simulieren – naja) an. Das Museum ist sehr schön und es werden viele Exponate von norwegischen Skisportlern unserer Jugend ausgestellt.

Im Anschluss schauten wir im Biathlonstation vorbei. Hier sind aktuell einige Baumaßnahmen im Gange, vermutlich zur Vorbereitung auf die Biathlon-WM im März 2016. Weiter ging es zu den Übungsschanzen der Nachwuchsspringer. Hier konnten wir den norwegischen Talenten beim Trainieren über die Schulter schauen.

Nach all den sportlichen Aktivitäten haben wir uns zu unserem Nachlager an einen Yachthafen in Oslo begeben. Hier sitzen wir nun mit Blick auf die beleuchtete Sprungschanze und freuen uns auf den morgigen Stadtbesuch.

 

Tag 51 – Oslo: Der starke Regen am Vormittag durchkreuzte etwas unseren Tagesplan. Eigentlich wollten wir vormittags die Innenstadt besichtigen und nachmittags auf die Museumsinsel. Auf Grund es Regens machten wir uns aber als erstes auf den Weg zur Museumsinsel. Hier wollten wir zunächst das Frammuseum besichtigen und anschließend wenn noch Zeit ist das Wikingerschiffmuseum.

Herzstück des Frammuseums ist die namensgebende Fram, um die herum das Museum errichtet wurde. Die Fram ist das weltbekannte Expeditionsschiff mit dem Fridtjof Nansen sich durch das nordpolare Packeis treiben ließ und später Roald Amundsen sich auf den Weg zur ersten erfolgreichen Südpolexpedition machte. Außerdem ist die Gjøa ausgestellt, dass Schiff mir dem Amundsen als erster die Nord-West-Passage komplett durchsegelt hat. In dem Museum wird zudem die lange Historie norwegischer Polarforscher gezeigt. Das Museum hat uns sehr beeindruckt und gilt nicht umsonst als Oslos bestes Museum.

Wir verbrachten sehr viel Zeit im Frammuseum, so dass wir anschließend nicht mehr ausreichend Zeit für die Wikingerschiffe hatten. Zudem überschritten wir unsere Parkzeit und hatten pünktlich 3 Minuten nach Ablauf der bezahlten Parkzeit ein Ticket über 760 Kronen (ca. 80 €) an der Windschutzscheibe – da versteht der Norweger offensichtlich keinen Spaß.

Am Nachmittag ging es dann per Zug ins Stadtzentrum. Wir besuchten die berühmte Oper, die bekannt für ihr begehbares Dach ist. Von dort hat man einen schönen Blick über die Stadt. Wir wanderten die sehenswerte „Karl Johans Gate“ Richtung königlichem Schloss entlang und warfen unterwegs einen Blick auf das Parlament und das Rathaus in dem jährlich der Friedensnobelpreis verliehen wird. Bevor es zurück zum mobilen Haus ging, spazierten wir noch etwas durch den Schlossgarten.

An unserem letzten Abend in Norwegen waren wir mit einer Freundin verabredet. Dafür verließen wir die Stadt und fuhr in den ländlichen Raum von Oslo.

 

Tag 52 – Oslo nach Göteborg: Heute haben wir Norwegen verlassen und sind von Oslo nach Göteborg gefahren. Hier legt morgen unsere Fähre ab, die uns nach Kiel und damit wieder in die Heimat bringt. Die ca. dreistündige Fahrt unterbrachen wir für ein großes Shoppingcenter und freuten uns wie günstig Schweden im Vergleich zu Norwegen ist. Bevor es morgen auf die Fähre geht, schauen wir uns noch Göteborg im schnelldurchlauf an – wie jede andere Stadt auch.

Ein Kommentar zu “Nordkapp 2015

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